Gravel

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Mit einem spektakulären Auftakt begann am Freitag das Rennwochenende: Der rund drei Kilometer lange Prolog führte unter der imposanten F60-Förderbrücke hindurch und verlangte den Fahrern von Beginn an alles ab.
Für das Team zeigte Robert Wagener eine solide Leistung und legte damit den Grundstein für das Gesamtklassement. Nur wenige Sekunden dahinter folgte Luis Schöniger. Weniger Glück hatte Björn McAulay, der eine Streckenabzweigung verpasste und dadurch leider mit einer Disqualifikation (DSQ) aus dem Prolog ausschied.
Am Samstag stand die erste Etappe über rund 70 Kilometer durch das anspruchsvolle Tagebaugelände rund um Kostebrau auf dem Programm. Alle drei Fahrer erwischten einen guten Start. Bereits nach wenigen Kilometern wurde Luis jedoch von einem Reifenschaden ausgebremst. Nach der Reparatur kämpfte er sich die restlichen rund 70 Kilometer im Alleingang bis ins Ziel.
Auch Björn musste bei seinem ersten Gravelrennen viel Erfahrung sammeln. Der lose Untergrund und das hohe Tempo stellten ihn vor eine große Herausforderung, sodass auch er die komplette Distanz solo absolvierte.
Robert konnte sich dagegen zweieinhalb Runden lang in der Spitzengruppe behaupten. Erst am einzigen, dafür extrem steilen und kräftezehrenden Anstieg musste er die Favoriten ziehen lassen. Anschließend absolvierte er eine Runde allein, ehe ihn in der Schlussrunde noch eine Verfolgergruppe einholte und gemeinsam mit ihr das Rennen beendete.
Der Sonntag hielt schließlich echte epische Bedingungen bereit. Bereits am Morgen setzte leichter Regen ein, ehe in der dritten Runde ein regelrechter Wolkenbruch die Strecke in eine Schlammschlacht verwandelte.
Neben Robert und Luis ging mit Stefan Oelschlägel ein weiterer Fahrer in der Tageswertung an den Start. Außerdem ergänzte Birgit Unterberger das Team in der Tageswertung der Masters-Damen. Björn konnte nach seinem Sturzpech vom Vortag leider nicht mehr an den Start gehen.
Luis musste das Rennen aufgrund von Rückenproblemen vorzeitig beenden. Stefan hielt bis zur vierten Runde durch, musste das Rennen dann jedoch ebenfalls aufgeben.
Robert erwischte einen starken Tag und konnte sich lange in einer Gruppe mit den späteren Erst- und Zweitplatzierten der Masters-2-Gesamtwertung behaupten. Erst rund fünf Kilometer vor dem Ziel musste die Gruppe die Führenden der Elite ziehen lassen. Gemeinsam erreichte die Masters-Gruppe das Ziel, wodurch Robert seine hervorragende Ausgangsposition im Gesamtklassement verteidigen konnte.
In der Gesamtwertung der Masters 2 bedeutete das einen starken 3. Platz. Das Podium lautete:
1 Marcel Quasnica
2 Sebastian Wolschke
3 Robert Wagener
Auch bei den Masters-Damen gab es Grund zum Jubeln. Birgit Unterberger fuhr ein starkes Rennen und musste sich im Zielsprint lediglich knapp Alexandra Latocha geschlagen geben. Damit belegte sie den 2. Platz bei den Masters-Damen. Bei der Siegerehrung entstand zunächst Verwirrung, da die Sonntagsstarter separat gewertet wurden.
Trotz aller Herausforderungen blickt das Team auf ein erfolgreiches Wochenende mit einem Podiumsplatz in der Masters-2-Gesamtwertung und einem Podestplatz bei den Masters-Damen zurück.
Ein großes Dankeschön geht wie immer an David Weinreich und das gesamte Team von Cyclemania e.V., die erneut ein hervorragend organisiertes Gravel-Event auf die Beine gestellt haben. Die anspruchsvollen Strecken, die beeindruckende Kulisse der Lausitzer Tagebaulandschaft und die extremen Wetterbedingungen machten das Rennwochenende zu einem echten Highlight der Saison.